Schon eine kleine Tradition – zum dritten Mal Predigtreihe

Wie in den letzten beiden Jahren fand auch in diesem Jahr wieder eine Predigtreihe in unserer Gemeinde statt. An drei aufeinander folgenden Sonntagen waren die Gottesdienste einem übergreifenden Thema gewidmet. Nach den „unbekannten Frauen“ waren diesmal ein paar „unbekannte Männer in der Bibel“ an der Reihe.


Da war zunächst Jonathan, Freund und Gefährte Davids, des großen Königs
von Israel. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden setzten diese lange und
auch komplizierte Geschichte, wie sie uns in der Bibel im 1 . Samuelbuch berichtet wird, erzählerisch und spielerisch eindrucksvoll in Szene. Es wurde deutlich, dass auf menschlicher Freundschaft der besondere Segen Gottes liegt. Eine Botschaft, die ihre Aktualität behalten hat. Nicht nur für junge Leute.

Dann wurde uns Timotheus, der langjährige Gefährte des Apostels Paulus,
nahe gebracht. Vor allem ein Satz aus dem 2. Timotheusbrief, wonach uns
Gott „nicht einen Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der
Besonnenheit“ gegeben hat, rückte in den Mittelpunkt. Frauen der Frauenhilfe
personalisierten als „Frau Furcht“, „Frau Kraft“, „Frau Liebe“ und „Frau Besonnenheit“ die zentralen Begriffe dieses Textes und ließen sie so ganz anders lebendig werden.

Schließlich: Onesimus, ein entlaufener Sklave. Paulus begegnet ihm im
Gefängnis und schickt ihn mit einem raffinierten Empfehlungsschreiben
(Philemonbrief) an seinen Herrn zurück. Dabei ging der Männerkreis der Frage
der Sklaverei überhaupt nach, ein bis heute leider aktuell gebliebenes Thema.
Am Ende gab es deshalb einen – auch kritischen – Brief an Paulus: Der Einsatz
für einen einzelnen unfreien Menschen reicht nicht. Sklaverei als solche muss
um Gottes Willen bekämpft werden.

Alle drei Gottesdienste waren abwechslungsreich, mit vielen Liedern sorgfältig
gestaltet und auch überdurchschnittlich besucht.Die jeweiligen Nachgespräche
im Kirchencafé fanden lebhaften Zuspruch und förderten noch manch einen
wichtigen Gedanken zu Tage. Fortsetzung im nächsten Jahr nicht ausgeschlossen …


(Professor Dr. Okko Herlyn)